I. Unterricht und Ausstattung

Das Fach Mathematik wird in der Sekundarstufe I in der 8. Klasse dreistündig und in den übrigen Klassenstufen mit vier Wochenstunden unterrichtet.

In der Oberstufe können in der Regel pro Jahrgang zwei bis drei Leistungskurse, die fünfstündig sind, angeboten werden. Die Grundkurse, die für alle Schüler, die Mathematik nicht als Leistungsfach gewählt haben, verpflichtend sind, werden dreistündig unterrichtet.

Die Fachschaft Mathematik ist stets bemüht neben einer realitäts- und handlungsorientierten Wissensvermittlung neue Medien im Unterricht einzusetzen. Fast alle Klassenräume des Röka sind neben der traditionellen Tafel und dem Overheadprojektor mit einem Smartboard ausgestattet, um eine optimale Lernsituation zu gewährleisten. Zudem stehen drei Computerräume mit jeweils 20 Computern zur Verfügung. Mit diesen lassen sich den Schülerinnen und Schülern u.a. funktionale Zusammenhänge mithilfe von dynamischen Geometrie-Systemen (DGS) wie GeoGebra oder die analytische Geometrie wie beispielweise der Lagebeziehung von Ebenen im dreidimensionalen Raum mithilfe von Vektoris3D anschaulich vermitteln.

 

II. Wettbewerbe

Das Röka nimmt an zahlreichen Mathematikwettbewerben teil, um so den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, auch neben des alltäglichen Unterrichts in Einzel- oder Klassenverbandswettkämpfen ihre mathematischen Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis zu stellen, wobei der Spaßfaktor an mathematischen Knobeleien im Vordergrund stehen soll.

Die Orientierungsstufe nimmt am Känguru-Wettbewerb teil. Dieser Wettbewerb ist ein Multiple-Choice-Wettbewerb mit vielfältigen Aufgaben zum Knobeln, zum Grübeln, zum Rechnen und zum Schätzen, der vor allem Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken soll. Der Wettbewerb ist ein Wettstreit, bei dem es nur Gewinner gibt. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde mit den erreichten Punktzahlen und einen Erinnerungspreis. Für die Besten gibt es Bücher, Spiele, Puzzles, T-Shirts und Reisen in ein internationales Mathe-Camp.

Die Schüler der 8. Klasse haben die Möglichkeit an der 1. Runde des Mathematikwettbewerbs des Landes Rheinland-Pfalz teilzunehmen. Wer dabei eine bestimmte Punktzahl erreicht, qualifiziert sich automatisch für die zweite Runde.

Die Fachschaft freut sich auch über Erfolge von Schülerinnen und Schülern beim Bundeswettbewerb Mathematik bei den Wettbewerben der Universität Kaiserslautern am Tag der Mathematik, der dort alle zwei Jahre stattfindet. Im Jahr 2014 haben die Schülerinnen und Schüler des Röka den 4. Platz in der Kategorie Sekundarstufe Ib erzielt.

Außerdem beteiligen sich die 10. und 11. Klassen schon seit mehreren Jahren sehr erfolgreich an dem Wettbewerb Mathematik ohne Grenzen. Der Wettbewerb steht ganz im Sinne der Teamgeistbildung: Die Aufgaben werden klassen- bzw. kursweise bearbeitet und gelöst. Außerdem ist eine Aufgabe in einer Fremdsprache zu bearbeiten.

Im letzten Frühjahr 2014 hat die damalige Klasse 10a den ersten Platz bei diesem Wettbewerb erzielt. Im Anschluss folgt ein Auszug aus dem Artikel, den die teilnehmende Schülerin Saskia Knell (damalige 10a) 2014 zum Klassenerfolg verfasst hat und in der AZ-Zeitung erschienen ist:


Damit hatte nun keiner gerechnet

Mit Sinus, Logarithmus, Potenzgesetzen, Volumenberechnung und vielem mehr muss man sich auseinandersetzen wenn man am MoG, dem „Mathematik ohne Grenzen“-Wettbewerb teilnehmen möchte. Und das hat die 10a des Römerkastells in Alzey erfolgreich gemacht, wie sich am 27. Mai in der Schott AG Mainz herausstellte. Schon vor einigen Wochen hatte Frau Heitholt, die betreuende Lehrerin, einen Testdurchlauf gestartet, der mit fast voller Punktzahl bestanden wurde. Die Klasse teilte sich dafür in Dreiergruppen auf, die jeweils eine Aufgabe bearbeiten sollten. Da der Wettbewerb ursprünglich aus Frankreich kommt behielt man es bei, dass die erste Aufgabe in einer fremden Sprache gelöst werden muss. Zur Auswahl standen Französisch, Englisch und Spanisch. Die Sprachbegabteren nahmen sich also diese erste Aufgabe vor, die in Mathe Stärkeren die 10-Punkte-Aufgaben und somit konnte jede Gruppe ihre Aufgabe schnell lösen. Da dieser Testdurchlauf so gut geklappt hatte, ging die 10a optimistisch an den eigentlichen Wettbewerb heran. Es gab 10 Aufgaben, die ohne Hilfe von Mathebuch oder Lehrerin in 90 Minuten zu lösen waren. Die Abgaben der ersten fertigen Aufgaben erfolgten schon nach ungefähr einer halben Stunde. Nachdem die erste Stunde rum war, begann die heiße Phase. Einige Gruppen hatten Schwierigkeiten mit ihren Aufgaben, sodass zum Teil sieben Schüler an einer Aufgabe saßen. Oft wurden auch Sätze wie „Kann jemand gut zeichnen?“ oder „Weiß noch jemand, wie das mit dem Sinus war?“ durch die Klasse gerufen. Gegen Ende hin wurde es dann hektisch. Die Zeichnungen waren noch nicht fertig, bei einer anderen Aufgabe hatte man noch immer nicht den richtigen Lösungsweg und bei anderen zweifelte man, ob der Gefundene der richtige war. Aber trotz aller Hektik wurde jede Gruppe rechtzeitig fertig und kein leeres Blatt landete auf dem Lehrerpult. Umso erstaunter war die Klasse als Frau Heitholt mit der Einladung zur Preisverleihung nach Mainz in den Klassenraum kam.

Am Dienstag ging es dann also mit dem Zug nach Mainz zum Gastgeber der Preisverleihung. Die Schott AG hatte einen kleinen Empfang vorbereitet mit Schoko- und Müsliriegeln, Obst und Getränken.

[…] Nachdem sich alle gestärkt hatten kam der Programmpunkt, auf den alle gewartet hatten: die Preisverleihung. Zuerst wurden zwei Sonderpreise an die beste BBS und den besten Grundkurs verliehen. Dann kamen die 9. und 10. Klassen und die Aufregung der 10a wuchs. Der dritte Platz ging mit 57 Punkten an eine Klasse aus Mainz. Die Spannung wuchs weiter. Der zweite Platz ging mit 59 Punkten an eine Klasse aus Nieder-Olm und damit war klar, dass die 10a aus Alzey den ersten Platz gemacht hatte. Lautstarker Jubel brach in den Reihen der 10a aus, damit hatte nun wirklich keiner gerechnet. Sie waren mit 60 Punkten aus 3698 Schülern die besten dreißig und gewannen ein Preisgeld von 200 Euro, einen Pokal und einen Gutschein für einen Besuch der Dunkelbar des Schlosses Freudenberg in Wiesbaden. Nachdem noch etliche Fotos gemacht waren, ging es mit dem Zug wieder nach Hause.

Mathewettbewerb_2014


 

III. Arbeitsgemeinschaften

Seit einigen Jahr gibt es die AG Mathematische Rätsel

  • Stufe 1 für die Klassenstufen 6-8
  • Stufe 2 für die Klassenstufen 9-12

Hier sind all diejenigen herzlich willkommen, die in erster Linie Spaß am Knobeln haben und im Zuge dessen gerne eigene Lösungswege gehen, um auch bei schwierigen Aufgabe nicht direkt aufzugeben.

 

IV. Wichtige Beschlüsse der Fachschaft Mathematik

  • Der Taschenrechner wird bereits in der 7. Klasse im Rahmen der Behandlung der Themenbereiche Zuordnungen und Prozentrechnung eingeführt.
  • Sowohl am Ende der 6. Klasse als auch am Ende der 10. Klasse wird eine Abschlussarbeit geschrieben, die alle in diesen Jahrgangsstufen behandelten Themen beinhaltet.
  • Die Fachschaft Mathematik hat einen Test über die zentralen mathematischen Themen der 5. und 6. Jahrgangsstufen entwickelt, der zu Beginn der 7. Klasse gelöst werden soll. Dies dient den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie auch den Lehrkräften als Rückmeldung über den aktuellen Leistungsstand der mathematischen Grundkenntnisse der einzelnen SchülerInnen. Ziel ist es, den Schülern so auf Basis der Ergebnisse dieses Tests einen individuellen Förderplan zu erstellen bzw. Fördermöglichkeiten aufzuzeigen. Dafür kommt folgender Beschluss zum Einsatz:
  • Zum kommenden Schuljahr 2015/16 wird für jeden Schüler einmalig ein Grundwissenwerk über alle mathematischen Themen der Jahrgangsstufe 5 bis 10 mit ausführlichen Beispielen, Aufgaben und Lösungen eingeführt. Dies soll den Schülern eine Grundkompetenz ermöglichen und den Lehrkräften den Schülern eine individuelle Förderungsmöglichkeit bieten. Wie das Werk im Unterricht eingesetzt wird, ob nur von zu Hause oder auch im Unterricht, obliegt dann der jeweiligen Lehrkraft. Als ein weiterer Vorteil dieses Werkes ist es anzusehen, dass auch SchülerInnen der Oberstufe damit gefördert werden.
  • Zur Förderung der Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler soll in jeder Klassenstufe ein Stationenlernen oder eine Freiarbeit durchgeführt werden.
  • In den Jahrgangstufen 5 und 7 findet eine Klassenarbeit im Schuljahr als Parallelarbeit statt.
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